Cardigan Cassy

Da der Sommer weiter auf sich warten lässt, habe ich beschlossen, mich nicht länger dem Nähen von Sommersachen zu widmen. Gefühlt war es das für dieses Jahr. Vielleicht bekommen wir ja einen schönen Spätsommer. Eine kurze Hose habe mir noch genäht, die ich leider diesen Sommer noch nicht getragen habe. Falls es doch noch dazu kommt, stelle ich sie euch natürlich noch vor. Aber bis dahin zeige ich euch meinen neuen Cardigan. Eigentlich ideal für diese Jahreszeit. 

Cardigan Cassy
Cardigan Cassy

Ich finde den Schnitt für mich sehr passend, da ich eigentlich immer ein Tuch oder einen Schal um den Hals trage. Der Cardigan hat den Schal direkt integriert (Anker-Jersey). Für den restlichen Teil des Cardigans habe ich einen mint-farbenen Single-Jersey verwendet. Der Cardigan trägt sich so schön luftig leicht und hat sich bei unserem Sonntagsausflug bestens bewährt. 

 

Ich finde den Kragen ziemlich mächtig. Allein hierfür ist fast ein ganzer Meter Stoff drauf gegangen. Ich werde einfach in Kürze mal austesten, ob der Cardigan auch mit einem halb so dicken Kragen was aussieht. Dann kann man ihn vielleicht auch eher mal offen tragen. Denn dieser hier gefällt mir nur geschlossen gut. Neu in meinem Nähsortiment sind jetzt übrigens Jersey-Druckknöpfe, die sich ja so viel besser eignen als die Kam-Snaps. Denn gerade bei Jersey musste man entweder die Stellen verstärken oder aber das Ausreißen (früher oder später) in Kauf nehmen. Außerdem sehen die Metallringe auch hochwertiger aus als die Snap-Buttons. Es gibt also immer wieder Dinge, die mir das Nähen weiter erleichtern :-). 

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U-Heft-Hülle (DIY)

Heute möchte ich euch eine Kleinigkeit zeigen, die ich anlässlich der Geburt eines zuckersüßen Mädchens in meinem Freundeskreis genäht habe: eine personalisierte U-Heft-Hülle. Schließlich ist das U-Heft in den ersten Jahren des Kindes ein treuer Begleiter...

 

Als Hauptmaterial habe ich einen 4 mm-Textilfilz verwendet. Der ist besonders praktisch, weil er zum einen sehr stabil ist und zum anderen nicht versäubert werden muss. Also geht es hauptsächlich um die Verzierung der Vorderseite. Da es in der Familie eine Vorliebe für Pferde gibt, stand die Motivwahl für mich schon fest. Ich habe mich für die Pferde-Applikation entschieden, die ihr hier erwerben könnt. Ein thematisch passendes Webband hatte ich zufällig auch noch in meinem Fundus, sodass das Grundgerüst schnell stand.

 

Falls jemand die Hülle nachnähen möchte (ich denke das ist selbsterklärend), hier die Maße und Zutaten:

 

1.) Rechteck aus dickem Filz oder auch SnapPap mit    den Maßen 32 cm * 23 cm

2.) 1 Seitenstreifen aus dünnem Filz 12 cm * 23 cm  (linke Seite) 

3.) 1 Stück Klarsichtfolie 12 cm * 10 cm (für Impfpass), wird auf 2.) genäht

4.) 1 Seitenstreifen aus dünnem Filz 5 cm * 23 cm    (rechte Seite) 

5.) farbliches Gummiband (25 cm); wird beim zusammennähen von 1 + 4 erst oben dann unten eingeklemmt und mit festgenäht und verschließt das U-Heft später.                                                                                 6.) Webbänder/ Applikationen/ Borten... zum                                                                                                                            verzieren des "Covers"

Zuerst schneidet man sich Teil 1) schön gerade (entweder mit Schablone oder mit Schneidematte und Rollschneider) zurecht und verziert dann die spätere Vorderseite. Teil 2.) und 4.) werden dann einfach auf 1.) festgesteckt und dann näht man einmal mit Geradstich um die ganze Hülle herum. Fertig! 

 

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Meine neue Handtasche...

Über dieses neue Familienmitglied freue ich mich besonders. Zum einen, weil ich mich selbst mal wieder einer nähtechnischen Herausforderung gestellt habe und zum anderen, weil das Ergebnis sich auch blicken lassen kann. Schon lange wollte ich mir eine Handtasche nähen, die bürotauglich ist und nicht ganz so nach "selbstgenäht" aussieht, wisst ihr was ich meine? Also sie sollte möglichst stabil sein und nicht so nach Beutel- oder Einkaufstasche aussehen. Da mir aber lange Zeit die Vorstellung für die praktische und vor allem stofftechnische Umsetzung fehlte, hat es einige Zeit gedauert bis ich ans Werk gegangen bin. Aber wie der Zufall es so wollte, hatte ich eine Eingebung, als ich die Stoffe "zufällig" beim Stoffladen meines Vertrauens hab liegen sehen (eigentlich wollte ich nur ein Webband kaufen für ein anderes Nähprojekt). Hinzu kam, dass mein Nähmaschinenfuhrpark Zuwachs bekommen hat (später dazu mehr). Ich musste ja mal testen, was meine Neue so drauf hat :-).

Schnabelina-Bag von Mein Nähzimmer
Schnabelina-Bag von Mein Nähzimmer

Nachdem ich dann also einfach mal proforma diverse Stoffe gekauft habe, musste ich mir noch einen passenden Schnitt suchen. Ich bin auch fündig geworden: Ich habe mich für die Schnabelina-Bag entschieden. Dieses Schnittmuster gibt es in vielen verschiedenen Größen, vielen verschiedenen Varianten und das Beste ist: Schnitt und Anleitung sind sogar kostenlos. Hier geht´s zum Schnitt + Anleitung. Ich habe mich für die "small"-Variante entschieden. Für den Alltag und meine Bedürfnisse genau die richtige Größe.

Bei der Verarbeitung wollte ich mir diesmal besonders viel Mühe geben und Wert auf viele Details legen. Deshalb habe ich mich auch gründlich dem Selbermachen von Paspeln gewidmet, alle möglichen Reißverschlüsse eingenäht, viele Taschen eingeplant und auch Schrägband verwendet. Alles Dinge, die ich sonst gerne gekonnt umgangen bin, um schneller ans Ziel zu kommen. Aber wenn man schon eine neue Maschine hat, dann möchte man ja bewusst über sich hinauswachsen und viel Zeit beim Nähen verbringen :-). 

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Maxi-Kleid aus Pineappleada

Als ich diesen Gute-Laune-Stoff von Alles-für-Selbermacher gesehen habe, hatte ich direkt ein Sommerkleid im Kopf. Unser Mallorca-Urlaub stand kurz bevor, sodass ich mich sputen musste, damit ich das Kleid auch rechtzeitig mit in meinen Koffer packen konnte. Ich finde, die knalligen Farben unterstreichen das Urlaubsfeeling total. 

Genäht habe ich nach dem Schnittmuster von Lillesol & Pelle . Eine 1a-Anleitung, die ich wärmstens empfehlen kann. Ich finde, das Kleid sitzt sehr gut, ist total bequem und eigentlich ging es auch recht schnell. Da wird auf jeden Fall noch das ein oder andere Kleid folgen. 

Ein kleiner Fehler ist mit beim Nähen natürlich auch passiert. Ist es schon jemandem aufgefallen? Ich habe das hintere Oberteil falschrum dran genäht :-). Eigentlich sollte das nach innen (ich hab mal wieder sparsam zugeschnitten, weil ich sonst zu wenig Stoff gehabt hätte). Beim Wenden und verstürzen der einzelnen Teile hat sich wohl ein Knoten in meinem Kopf gebildet. Aber was solls!? Mir gefällt es trotzdem. Sogar meinem Mann gefällt das Kleid nach anfänglicher Skepsis den Ananassen gegenüber....

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Kindergartenrucksack

Wahnsinn, wie schnell die Kids groß werden. Mir kommt es vor, als wäre es gestern gewesen, als ich noch einen schweren Bauch mit mir rumgeschleppt habe und ich mich kaum alleine von der Couch erheben konnte. Ich kann mich noch haargenau an alle Details erinnern. Und dieser kleine Zellklumpen von damals soll jetzt schon bald in den Kindergarten gehen? - Jap! Angemeldet ist er schon. Und da die Zeit bestimmt nicht langsamer vergeht bis Ende August, habe ich mich schon jetzt an das Nähen einer adäquaten Kindergartentasche begeben. Zugegebenermaßen habe ich das Projekt schon etwas länger vor mir hergeschoben. Erst hatte ich keinen Schnitt und dann keinen passenden Stoff bzw. passenden Kleinkram . Und außerdem muss man für mache Vorhaben auch die Muße haben. Die hatte ich dann letzte Woche schlagartig als ich zufällig im Stoffladen meines Vertrauens die "Leiterschnallen" in der richtigen Größe entdeckt habe. Das war quasi Schicksal. Noch am selben Abend habe ich losgelegt.

Im Vorfeld hatte ich etwas Bedenken, ob mir das Nähen eines Rucksacks gelingt. Das war nämlich komplettes Neuland für mich. Die Tasche sollte nicht nur hübsch anzusehen sein, sondern auch den Bedürfnissen genügen, für die er vorgesehen ist. Damit der Rucksack von vornherein nicht zu "schlabberig" ist, habe ich mich direkt für Canvas (von Buttinette) entschieden. Der Stoff ist doch deutlich robuster als normale Webware, was meinem Rabauken entgegen kommt. 

Bei der Suche nach dem richtigen Schnittmuster bin ich auf die Gratis-Anleitung "Lieselotte" von Liebeling gestoßen, die ich wärmstens empfehlen kann. Da ist wirklich jeder Schritt ausführlich beschrieben. Es gibt für den Rucksack zwei Größenvariationen. Ich habe mich direkt für die größere entschieden. 

Das Rückteil und die Schulterpolster wurden ordentlich durch zwei Lagen Volumenvlies verstärkt, beim Vorderteil habe ich dank des Canvas darauf verzichtet. Der Rucksack hat einen guten Stand, was mir wichtig war. 

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Tatüüütaaaataaaa....

Da war ich wohl mit den Frühlingsboten vom letzten Post etwas zu voreilig. Zwischenzeitlich gab es ja leider noch mal einen richtigen Wintereinbruch mit Schnee und allem. Da glaubt man doch echt im falschen Film zu sein, oder? Am einen Tag im T-Shirt munter Blümchen gepflanzt und dann paar Tage später alles weiß. Aber dafür ist der April ja leider bekannt (Die Blümchen haben es leider nicht überlebt). Nun ist immerhin Mai und die Chancen auf Sonnenschein stehen gar nicht schlecht. Toi toi toi.

 

Heute zeige ich euch noch eine Kleinigkeit, die ich schon vor einiger Zeit genäht habe. Anlass war der erste Geburtstag vom Patenkind meines Mannes. 

 

Genäht habe ich eine Pumphose nach dem Schnittmuster "Frechdachs" von Lilabrombeerwölkchen. Ich habe den Schritt aber etwas mehr ausgeschnitten, als der Schnitt vorsieht (Feuerwehrstoff). Mir persönlich gefällt das besser, auch wenn die Hose trotzdem noch lässig aussieht im getragenen Zustand. Die Taschen sind nur angedeutet und auch die Knopfleiste dient nur der Zierde. Schließlich ist die Hose dank des Bündchens sehr dehnbar und angenehm zu tragen (so stelle ich es mir zumindest vor :-) und bedarf keinerlei Knopfleiste. 

 

 

Passend zur Hose gab es dann noch eine Beanie nach dem Schnitti "Chris" von Rockerbuben. Die Dreiteilung gefällt mir echt gut und so lassen sich auch noch kleinste Stoffstücke sinnvoll verarbeiten.  Verwendet habe ich Jersey (rot-blau gestreift von Buttinette, Feuerwehrstoff aus meinem Fundus und marinefarbenes Bündchen von Buttinette). 

 

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Frühlingsboten

Zwar noch etwas zögerlich, aber so langsam kommt doch der Frühling hier im Hunsrück an. Endlich! Der Frühling ist meine liebste Jahreszeit. Ich finde es so schön, dass der Garten wieder nach und nach erblüht, die Luft ist so schön klar und die Leute sind überdurchschnittlich gut gelaunt (zumindest an sonnigen Tagen). Ich merke das auch an mir und meinem Sohn, dass es Zeit für Frühling ist. Drin fällt einem nach dem langen Winter einfach die Decke auf den Kopf und man sehnt sich nach Bewegung im Freien. Außerdem braucht man nicht mehr ganz so lange zum anziehen, da 1-2 Kleidungsschichten ausreichen. Nur Vorteile also. Passend zum Frühling möchte ich euch heute ein paar kleine Frühlingsboten vorstellen: 

 

Eigentlich hängen diese nun bei uns im Wohnzimmerfenster. Ich bekomme dort aber keine guten Bilder hin. 

Ich habe die Vögelchen kürzlich im Blog von Annett entdeckt und musste sie sofort nachnähen. Danke dafür! Dort findet man auch die Vorlage für die Vögel, die wirklich schnell genäht sind. 

 

Die Vögel habe ich aus Baumwoll-Stoffresten genäht. Gefüllt habe ich die Vögelchen einfach mit Füllwatte und von Hand am Bauch verschlossen. 

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Upcycling 2.0: Herrenjeans wird Latzhose

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr habt die Osterfeiertage genossen und konntet ein paar schöne freie Tage mit der Familie verbringen (auch wenn das Wetter leider nicht so pralle war). Die Zeitumstellung spielt uns dieses Mal in die Karten, denn so schläft der kleine Mann jetzt morgens eine Stunde "länger", darüber freuen wir uns sehr :-). 

 

Ich war an den freien Tagen auch mal wieder etwas kreativ. Ich hatte euch vor einiger Zeit ja schon mal ein upgecyceltes Nähwerk (klick) vorgestellt. Damals ging es einem alten Hemd meines Mannes buchstäblich an den Kragen. Für mein heutiges Werk musste eine ausgediente Jeans herhalten. Der Schrank meines Mannes steckt voller Möglichkeiten...

Mittlerweile gibt es drei Kategorien von Aussortieren in meinem/unserem Kleiderschrank: 

1. Noch gut und schön, aber gefällt nicht mehr/lange nicht getragen: wird gespendet/verschenkt

2. Nicht mehr gut, kaputt, verwaschen, verzogen: Altkleidersammlung

3. Teilweise noch gut, mit Makeln -->upcyclefähig: Mein Nähzimmer 

Mittlerweile hab ich einen großen Fundus. Gerade zum Beispiel unifarbene Oberteile, die mir zu kurz oder eng geworden sind, eignen sich prima als Grundlage für Oberteile für meinen Sohn. Ich finde den Gedanken gut, Kleidung wiederzuverwerten statt immer nur alles neu zu kaufen. Seit ich mir auch mittlerweile Kleidung nähe, kaufe ich ohnehin kaum noch ein. Ich müsste mich allerdings auch mal an das Nähen einer Bluse und alltagstauglicher Hosen geben. Steht schon auf meiner To-Sew-Liste für den Frühling. Mal schauen, was daraus wird. 

 

Die Hose ist noch etwas zu lang...

Als Grundlage für die Latzhose (wie auch in diesem Post) habe ich das Schnittmuster von Lilabrombeerwölkchen verwendet. Die Hosenbeine habe ich allerdings verlängert. Die vier Schnitteile habe ich genau aus den Hosenbeinen der alten Jeans herausbekommen. Als kleiner Hingucker habe ich dann noch eine Gesäßtasche abgetrennt und als Bauchtasche auf die Latzhose genäht (das abtrennen war ziemlich viel Arbeit, die sind doch ziemlich stabil festgenäht!). 

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Ideenbuch

Ich muss gestehen, dass ich momentan nicht wirklich Zeit zum Bloggen habe. Es ist nicht so, dass ich ich nichts nähe. Neben dem anstrengenden Alltag mit Kind, komme ich nicht dazu, die Sachen zu fotografieren. Erstens bin ich kein Profi in Sachen fotografieren (ehrlich gesagt mache es auch nicht gern), zweitens ist meistens die Sonne weg, wenn ich mal dazu komme. Blöde Kombination.  Am liebsten wäre mir, wenn jemand anderes fotografieren könnte :-P. Aber irgendwie gehört es ja dazu. So genug gejammert.

Ich hatte mir schon vor einiger Zeit mal einen Bogen SnapPap zugelegt. Die Idee, dass es sich um waschbares Papier in Leder-Optik handelt, hat mich überzeugt es einfach mal auszuprobieren. Worum es sich bei SnapPap genau handelt, könnt ihr hier nochmal nachlesen. Um die Verarbeitungseigenschaften zu testen, habe ich mich zunächst mal für ein "einfaches" Projekt entschieden: einen schönen Buchumschlag. 

 

 

Ich finde so ein kleines Büchlein für die Handtasche echt praktisch. So kann man alle Geistesblitze oder To-Do-Listen direkt aufschreiben und vergisst sie nicht. Oft hat man ja bei den verrücktesten Gelegenheiten Einfälle, die man nicht wieder vergessen möchte. 

 

 

Um das "Leder" etwas aufzuwerten, habe ich noch ein Webband und etwas Stoff aufgenäht. Mit einem farbigen Gummi wird der Umschlag verschlossen.

Mein ursprünglicher Plan war, direkt auf den Umschlag zu sticken (mit der Maschine), dies sei auch angeblich möglich laut Hersteller. Vermutlich hätte ich dazu an den Einstellungen meiner Maschine etwas ändern müssen (Stickgeschwindigkeit und/oder Dichte). Dies habe ich aber nicht getan. So hatte ich dann am Ende des Stickvorgangs ein quasi ausgestanztes "Ideen", was mich sehr an diese Prickel-Bilder aus dem Kindergarten erinnert hat. Da ich aber schon den Rest der Hülle verziert hatte, wollte ich das Ganze nicht einfach kampflos dem Müll übergeben. Allerdings musste das Projekt dann ein paar Tage (aus Frust) liegenbleiben:-). Dann habe ich mich entschieden, etwas über den Schandfleck zu nähen. Diesmal dann ohne Stickmaschine und von Hand.  Mit dem Endergebnis kann ich nun gut leben. War ja auch der erste Versuch mit SnapPap. Mit der normalen Nähmaschine "zu schreiben" hat besser funktioniert, als ich dachte. Werde ich definitiv öfter machen. 

 

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Rock meets Roll(kragenpullover)

Letzte Woche hatte ich euch ja schon das Oberteil vorgestellt und bereits angekündigt, dass ich euch heute den Rock zum Outfit zeige, der in meinem Stoffresteverwertungs-Wahn entstanden ist. Und hier ist er: 

 

Ich hatte für den Rock diesmal kein Schnittmuster. Als Vorlage diente ein gekaufter Rock aus meinem Bestand, der mir gut passt und den ich gerne trage. Ich mag diese ausgestellte Form sehr. Ich habe mir den Schnitt abgezeichnet und dann gehofft, dass er passt :-). Der äußere Rock besteht aus 8 schmalen Bahnen Wollstoff, der innere aus 4 Teilen Futterstoff. 

 

 

Für den Bund hatte ich leider nicht mehr genug Wollstoff zur Verfügung, daher habe ich mich für den lila Jersey entschieden. Da der Bund sich eigentlich nicht dehnen soll, habe ich den Bund ziemlich verstärkt mit einer Einlage. Dennoch ist Jersey dafür nicht die optimale Wahl. Ein bisschen steht er ab, aber das sieht man nicht, wenn ich das Shirt darüber trage. Dass ich Reißverschlusseinnähen nicht zu meinen liebsten Nähpraktiken zähle, ist kein Geheimnis. Hat sich auch nach dem Rock nicht geändert, aber manchmal kommt man leider nicht drum herum, wenn man die Kleidung auch tragen möchte :-).

 

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Stoffresteverwertung mit "Marie"

Ich habe immer den Drang Stoffe restlos aufzubrauchen und nichts zu verschwenden. Ich versuche auch immer möglichst kreativ und sparsam zu zuschneiden, damit ich möglichst wenig Verschnitt habe. So kommt es, dass ich mich von einer Baustelle in die nächste hangele. In diesem Fall hat es angefangen mit dem Cardigan, den ich bereits im Oktober genäht hatte: klick. Hier war ein schmaler, aber langer Rest von dem Wollstoff übrig. Ich dachte mir "da könnte ich nen Rock draus nähen"... 

Für die 8 Bahnen hat es gerade so gereicht - Wollstoff aufgebraucht, juhu. Leider war dann für den Bund nichts mehr übrig. Also nun Stoffrest zwei einbinden: lila Jersey, mit dem ich beim Cardigan die Ärmel gefüttert hatte und den Beleg genäht habe. Für den Innenstoff des Rockes hat übrigens eine ehemalige Gardine hergehalten :-P. Zum Rock komme ich im nächsten Post zurück... Erstmal zu meinem heutigen Thema: Das Oberteil "Marie". 

 

 

Nun, ihr ahnt es schon: Von dem lila Jersey hatte ich nicht mehr genug für das ganze Shirt, daher musste ich wieder einen weiteren Jersey einbauen: In dem Fall lila-brauner Ringel-Jersey. Der Uni-Stoff hat gerade so für Vorder- und Hinterteil gereicht, allerdings musste ich dafür den Stoff entgegen des Fadenlaufs zuschneiden. Da er so dünn und dehnbar ist, habe ich das in Kauf genommen. Sieht man auch eigentlich überhaupt nicht. 

Der Kombi-Stoff ist leider etwas dicker als der Uni-Stoff, daher fällt der Kragen nicht so locker, wie ich es mir eigentlich erhofft hatte. Aber: man kann nicht alles haben :-). 

 

 

Das Shirt sieht nun mehr wie ein Rollkragen-Pulli aus, aber dadurch dass ich auch die Ärmel verlängert habe, passt es wieder zusammen. Und im Moment kann ich noch wärmere Kleidung gebrauchen (der Winter ist zurück!). Um das Shirt optisch noch ein bisschen aufzuwerten, habe ich eine kleine Schleife aus SnapPap an den Ausschnitt genäht. So gefällt es mir gleich noch besser. 

Insgesamt war ich mit dem Schnitt relativ zufrieden. Ich habe das Shirt gut 10 cm verlängert und würde den vorgegebenen Bund beim nächsten Mal etwas weiter machen. Sitzt schon sehr eng. Ich habe eine 38 genäht, finde aber, es hätte fast ne Nummer weiter sein können für meinen Geschmack. 

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Ordnungshüter bzw. Turnbeutel

Eigentlich wollte ich nur schnell etwas nähen, in dem ich die ganzen Mützen, Handschuhe und Schals meines Sohnemanns verstauen kann, damit diese nicht immer im ganzen Flur bzw. Haus verteilt werden und mein Mann mir jeden Tag die selbe Frage stellt "hast du Pauls Mütze gesehen?" oder "wo ist der rechte Handschuh?".

 

Den alltäglichen Kampf für eine gewisse Grundordnung habe ich noch nicht aufgegeben, auch wenn es manchmal aussichtslos erscheint. Ich lerne ja dazu: Zumindest die Spielsachen räume ich mittlerweile nur noch einmal am Tag weg - nämlich abends, wenn der Kleine auch keine Gelegenheit mehr hat, sie nochmal alle auszuräumen und jedes einzelne zu begutachten und unter der Couch oder in meinen Küchenschränken zu verstecken.  

Jedenfalls suchte ich nach einem Hänge-Utensilo für die Kindergarderobe. Mir ist auf die Schnelle nichts Praktischeres als der gute alte Turnbeutel eingefallen...

Turnbeutel für Kinder von Mein Nähzimmer
Turnbeutel für Kinder von Mein Nähzimmer

Aber nen Turnbeutel kann man ja eigentlich immer gebrauchen. Hier passen jetzt jedenfalls alle Winteraccessoires hinein und ein bisschen Ordnung wurde wieder hergestellt. Juhu! 

 

Einen Schnitt für die Tasche hatte ich nicht, ich habe mich mal wieder an der Größe des zu Verfügung stehenden Stoffrestes orientiert :-). Im Prinzip braucht man ja nur 4 Rechtecke in Wunschgröße. Damit der Beutel leichter aufzuhängen ist, habe ich noch eine zusätzliche Schlaufe eingenäht. Insgesamt besteht der Beutel aus zwei verschiedenen Baumwollstoffen (innen + Tasche blau gestreift sowie außen Eulen), Baumwollkordel in orange, einem Reißverschluss für die Tasche, einem Stück Webband und einem Kordelstopper (den ich von einer alten Sportjacke abmontiert habe). Ich habe den innenliegenden Stoff mit aufbügelbarer Vlieseline verstärkt.

 

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Martha Vol. IV

Am Wochenende habe ich mir mal wieder einen Freizeitpulli genäht. Nach welchem Schnitt? Ist doch klar: Martha von Milchmonster. Ich muss zugeben, dass das mein aktueller Lieblingsschnitt ist. Erstens ist die Passform für mich genau richtig, zweitens super einfach und schnell genäht und drittens so wandelbar, dass er fast alle Bedürfnisse abdeckt. 

Martha genäht von Mein Nähzimmer
Martha genäht von Mein Nähzimmer

Eigentlich sollte es auch diesmal ein Kleid werden. Allerdings ist mir da ein Experiment dazwischen kommen, dass ich wohl besser sein gelassen hätte. Ich habe nämlich meine Textilstempel ausprobieren wollen. Muss ich mehr sagen? Kurz und knapp: Es ist völlig in die Hose oder viel mehr ins Kleid gegangen, sodass ich den unteren Teil kurzerhand abgeschnitten habe und nun einen Pulli in Händen halte ;-). Lesson learnt.

 

 

Besonders gerne mag ich an dem Schnitt den Kragen. Ich trage sowieso eigentlich immer einen Schal oder ein Tuch, da ist der Kragen genau das Richtige für mich. Bei diesem Exemplar habe ich Ösen eingeschlagen, durch die ich dann die Baumwollkordel gezogen habe. 

 

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Kinder-Poncho Vol. II (DIY)

Ich freue mich total darüber, dass mein Poncho-DIY so viele Klicks erhalten hat. Wer nochmal schauen möchte: <hier> geht's lang.

Und weil es so schön ist, habe ich mal wieder ein Kinder-Exemplar nach dem gleichen Prinzip genäht. Ist das nicht süß geworden?

Kinderponcho von Mein Nähzimmer
Kinderponcho von Mein Nähzimmer

Verwendet habe ich wieder Strickstoff "Lotte" von Swafing. Den gibt es in allen möglichen Farben. Bei meinem Poncho hatte ich ihn in braun verwendet. Allerdings hatte ich bei meinem die weiche Seite nach außen gelegt, weil ich das schöner fand. Bei diesem Exemplar fand ich den Strick aber so schön, dass ich ihn richtig herum vernäht habe.

 

Eine Mütze gibt es natürlich auch noch passend dazu. Auf Poncho und Mütze habe ich wieder ein paar Sterne aus weißem Fleece appliziert.

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Die Bären sind los...

Endlich habe ich den tollen Bären-Jersey von Lillestoff mal verarbeitet. Ich hatte ihn schon im Sommer gekauft und noch kein Projekt vor Augen. Dann ist er mir wieder in die Hände gefallen, als ich mein Stoffregal mal umgeschichtet habe (es ist doch immer wieder überraschend, welche Stoffe man da entdeckt ;-)). Ich wollte Paul schon eine Weile einen Stoffmixpulli (Schnittmuster von Klimperklein) nähen und da schien mir der Bärchen-Stoff genau der Richtige zu sein.

 

Ich habe ja bereits einen Pulli nach dem wunderbaren Schnitt genäht (hier). Dieses Mal besteht er auch wirklich aus Stoffmix, nämlich Jersey und Webware (Streifen). Ich habe mich für die Variante mit dem Stehkragen entschieden. Das gibt dem Pulli ein bisschen den Look eines Hemdes, was ich total  süß finde.

 

Außerdem habe ich ein paar Taschen angedeutet, um den Streifen-Stoff nochmal aufgreifen zu können.

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